Like A Complete Unknown (Kino)
Die Filmbiografie erzählt vom Beginn der Karriere des US-amerikanischen Singer-Songwriters Bob Dylan in den
1960er Jahren und seinem Wandel vom Folk- zum Rockmusiker. Als Grundlage diente das Sachbuch Dylan Goes Electric!
Unerwartet muss ich nach dem Film zugeben, das er zu einem der besten Musik-Biopics der letzten Jahre zählt.
Auch wenn ich bis zum Ende nicht wirklich viel über das gesamte Leben des Musikers & Nobelpreisträgers für Literatur
erfahren habe ist das nicht schlimm oder tragisch, denn dafür waren die gezeigten Erlebnisse & Ereignisse einfach
zeitlich gesehen nicht umfangreich genug. Das tut dem Film & der Performance der Schauspieler aber keinen Abbruch.
Das Verrückte an der ganzen Sache ist aber, das Like A Complete Unknown dennoch so sehenswert geworden ist. Hier spielt
ganz klar Musik die tragende Rolle. Jeder Song geht ins Ohr & vor allem die Entstehungsgeschichte wird klasse umgesetzt.
James Mangold als Regisseur hat nicht nur den perfekten Hauptdarsteller mit Timothée Chalamet gefunden, sondern auch einen
absoluten Sympathieträger, der sich hier wirklich mit der Rolle identifiziert & sich so das Feuer auf den Zuschauer überträgt.
Zudem sieht Like A Complete Unknown wahnsinnig gut aus. Der Look, die Kamera & auch die Ausstattung sind aller erste Sahne.
Die Musik ist perfekt in die Story integriert & die gesamte Bewegung in den 60ern wurde so selten greifbarer in Bilder verpackt.
Auch Edward Norton, Monica Barbaro, Dan Fogler, Elle Fanning & Scoot McNairy machen als Nebendarsteller eine echt gute Figur.
Like A Complete Unknown macht vieles richtig & hat mich über die komplette Laufzeit abgeholt & auch musikalisch mitwippen lassen.
8.5/10 Festivals